Wie bewerbe ich
mich erfolgreich?

Im Folgenden haben wir dir eine Übersicht zusammengestellt, welche dir helfen soll, dich erfolgreich zu bewerben. Es deckt sämtlich Themen zum Inhalt deiner Bewerbung ab, wie du die passenden Stellenausschreibungen findest und wie du dich online positionieren solltest:

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Der klassische Karriereweg, bei welchem man bei einem Arbeitgeber viele Jahre oder sogar Jahrzehnte verbringt, wird immer seltener. Die Art und Weise, wie man sich bewirbt, hat sich in den letzten Jahren ebenfalls stark verändert. Keine physischen Bewerbungen, sondern digital soll es heute sein. Ist mein jetziger CV gut genug? Kann ein Headhunter mir die nächste Stelle vermitteln? Und wie wichtig ist mein Auftritt auf LinkedIn bzw. Xing?

Es sind viele Fragen, welche dich zu Beginn beschäftigen werden.

Unabhängig davon, in welcher Situation du dich gerade befindest, ist es wichtig, dass du auf deine Bedürfnisse hörst, dich richtig orientierst und basierend darauf dein Ziel definierst.

  • Was würde ich machen, wenn Geld keine Rolle spielen würde?
  • In welcher Branche möchte ich arbeiten?
  • Soll es eine Grossfirma oder doch lieber ein Start-Up sein?
  • Was sind meine Erwartungen an den künftigen Arbeitgeber?
  • Welche Betätigung würde mich erfüllen?
  • Welche bisherigen Erfahrungen und Ausbildungen helfen mir, einen passenden Job zu erhalten?

Definiere deine Wünsche sowie Vorstellungen und schreibe diese nieder. Dies wird dir bei den nächsten Schritten als Basis und Orientierung dienen.

Wenn du weitere Hilfe benötigst, kannst du dich auch an die, in deiner Region zuständige Berufsberatung wenden. Hier ein weiterführender Link dazu: https://www.berufsberatung.ch.

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Viele Wege führen dich zu deiner neuen Stelle. Es ist wichtig, dass du möglichst viele Kanäle für die Jobsuche aufsuchst.

Bist du der klassische Typ und suchst bevorzugt deine Stellen in Printmedien? Dann empfiehlt sich deine lokale Zeitung oder Beilagen wie ALPHA.

Beachte jedoch, dass Stelleninserate in der Zeitung stetig abnehmen. Aus diesem Grund macht es Sinn, dass du dich online auf die Suche begibst:

Gibt es jemanden in deinem Netzwerk, der bei deinem Traumarbeitgeber arbeitet? Dann schreibe dieser Person! Es gibt immer jemand im Netzwerk, der jemand kennt, der jemand kennt…. Studien zeigen, dass viele Stellen durch Kontakte vergeben werden. Somit werden mehr Stellen über Beziehungen besetzt als man denkt!

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Faustregel: Eine Bewerbung ist sinnvoll, wenn du 80% der gelisteten Kriterien erfüllst.

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Folgende Unterlagen gehören zu einer Bewerbung:

  • CV / Lebenslauf
  • Bewerbungsschreiben (Begleitbrief)
  • Kopien sämtlicher Arbeitszeugnisse
  • Kopie des Berufs- & Studienabschlusses
  • Kopien von Diplomen / Weiterbildungszeugnissen

Es empfiehlt sich, sämtliche Unterlagen in einer PDF-Datei abzuspeichern.

Weitere Unterlagen können nach Ermessen (oder müssen zu einem späteren Zeitpunkt auf Verlangen) beigelegt werden:

  • Kopien der Schul- und Ausbildungszeugnisse inkl. Abschlussnoten (wichtig vor allem für Studenten und Absolventen)
  • Kopien von Qualifikationen und Beförderungsschreiben

Nur auf Verlangen beizulegen:

  • Strafregisterauszug
  • Betreibungsregisterauszug

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Der CV bzw. Lebenslauf hat das Ziel, deinen Werdegang sowie dein Können exakt und zuverlässig abzubilden und gleichzeitig die Zielperson davon zu überzeugen, dich zum Interview einzuladen. Der Lebenslauf soll ein authentisches und realistisches Gesamtbild aufzeigen. Folgende Inhalte gehören in einem Schweizer CV dazu:

  • Bewerbungsfoto
  • Deine Personalien
    1. Vorname, Nachname
    2. Adresse
    3. Telefon-/Handynummer
    4. E-Mail-Adresse
    5. LinkedIn oder Xing Profil
    6. Geburtsdatum (Alter)
    7. Zivilstand
  • Berufliche Tätigkeiten chronologisch aufgelistet
  • Schule / Ausbildung
  • Sprachkenntnisse
  • Weitere Kenntnisse

Es ist auf eine lückenlose Aufzählung zu achten. Halte dich dabei immer an die Wahrheit. Hobbys können angegeben werden, sofern diese für die ausgeschriebene Stelle einen Mehrwert darstellen oder gewisse Fähigkeiten hervorheben.

Den einzig wahren Standardlebenslauf gibt es nicht. Dein Lebenslauf muss zu dir und zum gesuchten Stellenprofil passen. Der Umfang sollte in der Regel nicht mehr als zwei A4-Seiten übersteigen.

Der Lebenslauf beantwortet folgende Frage

  • Kopien der Schul- und Ausbildungszeugnisse inkl. Abschlussnoten (wichtig vor allem für Studenten und Absolventen)
  • Kopien von Qualifikationen und Beförderungsschreiben

Der Lebenslauf beantwortet folgende Fragen:

  • Was willst du genau?
  • Was bringst du mit?
  • Warum bist du für die Stelle geeignet?
  • Welche Fähigkeiten machen dich aus?

Referenzangaben gehören nicht in den Lebenslauf, sondern sind auf Anfrage nachzureichen.

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Bei Schwachstellen: aktiv im Bewerbungsschreiben Auskunft geben. Zum Beispiel kannst Du schreiben: «Über meine Auszeit/Weltreise in Jahr 2020 erzähle ich gerne mehr am Vorstellungsgespräch.»

Bei einer Lücke: Ehrlichkeit währt am längsten. Eine (Not-) Lüge wird früher oder später aufgedeckt werden und ist kein Baustein für eine langfristige Anstellung.

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    (auch Bewerbungsschreiben oder Begleitbrief genannt)

Folgende Punkte sollte das Bewerbungsschreiben abdecken:

  • Wo hast du von der offenen Stelle erfahren? Diese Information sollte in der Betreffzeile aufgeführt werden.
  • Beweggrund deiner Bewerbung
  • Deine Kenntnisse sowie Berufserfahrungen (allenfalls Studium), welche dich für die Stelle qualifizieren.
  • Deine jetzige Funktion und jetziger Job

Des Weiteren kann ein gut positioniertes und vielsagendes Zitat das Bewerbungsschreiben unterstützen und verstärken.

Beim Bewerbungsschreiben solltest du keine Zeit sparen. Es entscheidet mit, ob du zum Vorstellungsgespräch eingeladen wirst oder nicht.

Für die Struktur des Bewerbungsschreibens solltest du dich nach dem AIDA Konzept richten. AIDA steht dabei als Akronym für die Begriffe

  • Attention (Aufmerksamkeit)
  • Interest (Interesse)
  • Desire (Verlangen)
  • Action (Handlung)

Im nächsten Abschnitt erfährst du anhand eines konkreten Beispiels, wie ein Bewerbungsschreiben aussehen könnte.

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Im Folgenden findest du ein Beispiel eines Bewerbungsschreibens für die Position als Marketing Manager in einem Yoga und Meditationsstudio. In diesem spezifischen Fall wurde Interest vor Attention positioniert, um die Lesbarkeit zu erhöhen:

Interest (Interesse)
An «Firma XY» beeindruckt mich, dass Sie innerhalb von wenigen Jahren ein erfolgreiches Business Model auf Basis der Mindfulness kreieren konnten. Speziell, dass Sie den Nutzen der Meditation und Yogapraxis auf eine moderne Art an ein breites Publikum verbreiten, erachte ich als eindrücklich. Auch ich lebe nach dem Prinzip: „Do not dwell in the past, do not dream of the future, concentrate the mind on the present moment.” Aus diesen Gründen möchte ich gerne Teil von Ihrer Firma werden.

Attention (Aufmerksamkeit)
Ich praktiziere selbst seit über zehn Jahren Yoga und bin Spezialist des Vinyasa-Stils. Zudem bin ich ein Freelancer und verstehe bestens, was ein Unternehmen benötigt, um weiter wachsen zu können. Als Sales und Marketing Fachkraft habe ich ein starkes kommerzielles Bewusstsein, überdies besitze ich ein Faible für Ästhetik und Copywriting. Als digital Native bin ich bestens mit der Digital Marketing Welt vertraut und gehe versiert mit Neukundengewinnungs- und Kundenbindungskampagnen um. In Teams fühle ich mich sehr wohl und habe überdies eine ausgeprägte Anpackermentalität.

Desire (Verlangen)
Ich bin mir sicher, dass ich die gestellten Aufgaben dank meinen bisherigen Erfahrungen, meiner Dienstleistungsbereitschaft sowie meinen IT-Skills erfolgreich umsetzen werde.

Action (Handlung)
Über einen persönlichen Termin freue ich mich. Sie erreichen mich am besten auf meinem Mobiltelefon unter 079/123 45 67.

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Ziel des Bewerbungsfotos ist, gleich auf den ersten Blick einen guten Eindruck zu erzeugen. Du willst damit zeigen, dass du perfekt zur angestrebten Position passt.

Optisch – durch angemessene Kleidung und eine seriöse Haltung. Indirekt – durch sympathische Offenheit und ansteckende Freundlichkeit. Das Foto sollte zur Branche und zum angestrebten Beruf passen. Wenn wir Foto sagen, dann meinen wir in diesem Zusammenhang immer ein Portraitfoto, nie Ganzkörperaufnahmen.

Idealerweise suggerierst du durch deine Foto-Auswahl, dass du dich mit Job und Arbeitgeber beschäftigt hast – und bereits wie ein Mitarbeiter der Firma aussiehst. Beispiel: Für eine Bank sind Anzug und Krawatte ein Muss.

Das Bewerbungsfoto sollte weder aus einem Fotoautomaten, noch aus der Freizeit oder den Ferien stammen. Das sieht billig aus und entwertet deine Bewerbung. Geiz sendet das falsche Signal: es dokumentiert, dass du nicht bereit bist, in deine Zukunft zu investieren.

Kurz zusammenfasst: lass dein Bewerbungsfotos immer von einem professionellen Fotografen im Fotostudio machen. Via Google findest du sicher einen Fotografen, der zu dir passt.

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Schicke Kopien oder einen Scan deiner Diplome uns Zeugnisse ein. Diese müssen von keiner Instanz beglaubigt werden.

Sämtliche Ausbildungsdiplome und Arbeitszeugnisse sollten chronologisch nach Aktualität geordnet werden.

Du hast von Gesetzes wegen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis (bzw. Arbeitsbestätigung), welche deine erbrachte Leistung würdigt. Verlange auf jeden Fall beim Austritt aus einer Firma ein Zeugnis. Solltest du bereits länger beim gleichen Unternehmen tätig sein, empfiehlt es sich, von Zeit zu Zeit ein Zwischenzeugnis einzufordern.

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Referenzen und Referenzpersonen sind ein wichtiger Teil des Bewerbungsprozesses. Die richtige Auswahl sowie Vorbereitung der Referenzpersonen erhöht dabei deine Chancen auf die Stelle. Referenzen werden meist am Ende des Verfahrens hinzugezogen, um die gemachten Aussagen und Kompetenzen bestätigen zu lassen.

Darum ist es wichtig, die Referenzpersonen gezielt auszuwählen und diese auf ihre wichtige Aufgabe vorzubereiten. Informiere die Personen über die Stelle, für die du dich beworben hast. Solche Referenzen können ehemalige Vorgesetzte, Kunden oder auch Kollegen sein. Prüfe die Kontaktdaten auf Korrektheit

Gib für die Personalabteilung den Namen, den Arbeitgeber, die Funktion und die Kontaktdaten zur Referenzperson an. Damit der Personalverantwortliche selbst auswählen kann und die Möglichkeit hat, sich eine objektive Meinung zu bilden, sollten zwei bis drei Referenzen angegeben werden.

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HR-Abteilungen stöbern gerne im Internet, um Bewerber genauer unter die Lupe zu nehmen. Falsche oder verschwiegene Angaben bei LinkedIn oder XING können dabei fatal sein. Mit einer Verlinkung des Xing/LinkedIn Profils auf dem Lebenslauf teilst du dem Personalchef mit, dass du nichts zu verbergen hast.

Was du dabei beachten solltest:

  • Profile immer auf dem neusten Stand halten. Konzentriere dich lieber auf eine Plattform und verwalte dort ein gutes Profil. Wir empfehlen LinkedIn.
  • Nutze die Gelegenheit, um dich von deiner besten Seite zu zeigen. Füge Bilder und Videos hinzu, welche Mehrwert schaffen.
  • Dein CV und dein Profil müssen den gleichen Inhalt haben und natürlich der Wahrheit entsprechen. Oftmals werden Online-Checks nur gemacht, um zu überprüfen, ob diese Person tatsächlich dort gearbeitet und Kontakte in einer bestimmten Firma hat.
  • Dein Profil sollte öffentlich geschaltet sein, damit jeder dein Profil aufrufen kann.

Falls du noch kein Profil online hast, dann empfehlen wir dir zeitnah ein Konto zu eröffnen unter www.linkedin.com oder www.xing.com.